Ein arbeitsreiches, intensives Jahr geht zu Ende

29 Dezember 2011

Ein arbeitsreiches, intensives Jahr geht zu Ende, und rückblickend scheint es so, als seien die letzten zwölf Monate wie im Flug vorbeigerauscht: Mit der Produktion meiner neuen CD "Weiter geh'n", dem Musical-Märchen-Hörspiel "Die versteckte Insel Fernlandia", den Vorbereitungen und dem Komponieren für ein neues Kinder-Mini-Musical im Rahmen des Landesprogramms "Künstler in die Kitas" (Premiere voraussichtlich im Februar 2012) sowie einem neuen Musiktheater-Stück, das wie schon das Kammermusical "Wo Liebe ist" in Zusammenarbeit mit Michael Walter entsteht (Premiere voraussichtlich Juni 2012) und, parallel dazu, dem Schreiben neuer Lieder und Entwickeln meines neuen Soloprogramms, das am 10. Februar 2012 im Consol Theater herauskommt, war es wieder ein höchst kreatives Jahr, in dem ich mich meinen liebsten Tätigkeitsfeldern, dem Theater und der Kleinkunst-Bühne, widmen durfte.

Auf der anderen Seite fand die Zusammenarbeit mit dem Konzertveranstalter Sound of Music eine erfolgreiche Fortsetzung in der Produktion der Musical Tenors-CD sowie in Jan Ammanns großartigem Soloprogramm "Lampenfieber", für das ich die Arrangements schreiben durfte. In diesem Sinne freue ich mich auf weitere Kollaborationen im Neuen Jahr: Los geht es direkt im Januar mit dem Tourneekonzept "Musical Moments", einer Art Best of der aktuellen Musicallandschaft mit den Stars Carin Filipcic, Jan Ammann und Andreas Bieber. Eine Produktion, auf die ich mich sehr freue. Weitere Projekte sind in Planung.

Ansonsten haben natürlich die eingangs erwähnten Vorhaben Priorität, zunächst einmal mein neues Soloprogramm und die Vermarktung meiner neuen CD. Ich freue mich auf die anstehenden Konzerte im nächsten Jahr, hoffe, wieder mehr spielen zu können (da war 2011 schon ein Schritt in die richtige Richtung) und bin neugierig auf die Begegnungen und Gespräche mit Euch sowie auf Eure Meinungen zum Album und den neuen Liedern - die ersten Reaktionen, die mich in den gut zwei Wochen seit der Veröffentlichung erreicht haben, sind durchweg positiv und ermutigend.

Auf diesem Weg möchte ich nochmals ausdrücklich allen treuen Fans und Freunden danken, die seit Jahren meine Konzerte und Veranstaltungen besuchen und die immer wieder nach einer neuen CD gefragt haben. Wenn jetzt noch alle auf meiner Facebook-Künstlerseite "Gefällt mir" klicken würden… (Dort sieht es noch etwas mager aus, aber andererseits weiß ich, daß ein großer Teil meines Stammpublikums nicht bei Facebook unterwegs ist, das beruhigt dann wieder…)

Dank auch an alle Kollegen, mit denen ich in diesem Jahr zusammenarbeiten durfte. Ich freue mich darauf, die gemeinsame Arbeit 2012 fortführen zu können. In Zeiten wie diesen, in denen es (fast) alle offiziellen Stellen der Kunst und der Kultur so schwer machen, wie es nur geht, anstatt endlich zu kapieren, daß Kunst und Kultur zur intellektuellen und emotionalen Grundversorgung des Menschen gehören (ich zitiere den großen Reinhard Mey: "Musik ist Lebens- und Überlebensmittel"), muß man schon froh sein, wenn man als freiberuflich tätiger Künstler sein Auskommen hat. Man darf und muß sich aber auch immer neue Ziele stecken, um Stillstand zu vermeiden. In diesem Sinne geht es weiter und bleibt es spannend.

Ein frohes neues Jahr, Glück, Erfolg und Gesundheit Euch allen!

Viel, viel zu tun

10 Oktober 2011

Viel, viel zu tun im Moment:
Proben für die Konzertpremiere von Jan Ammanns erstem Soloprogramm "Lampenfieber", Vorbereitung neuer Projekte, Endphase der Produktion meines neuen Albums "Weiter geh'n" - deshalb diesmal keine langen Worte, sondern nur eine kurze, aber dafür umso herzlichere Empfehlung:

Ich hatte Ende September/Anfang Oktober die Ehre und das Vergnügen, als Pianist und Bandleader bei den Previews zur Deutschland-Premiere des Musicals "Wenn Rosenblätter fallen" von Rory Six und Kai Hüsgen im Dattelner KatiElli-Theater mitzuwirken. Es war ohne Übertreibung eine der angenehmsten und bewegendsten Erfahrungen meiner bisherigen Laufbahn. Deshalb sei diese Produktion allen ans Herz gelegt, die an Musical (und Musiktheater generell) jenseits aller Mainstream-Konventionen interessiert sind. Termine und Infos unter rosenblaetter-musical.com.

London-Reise

11. August 2011

Soeben bin ich von einer einwöchigen London-Reise mit meiner Frau zurückgekehrt.
Auch wenn wir die Unruhen und Krawalle nicht unmittelbar zu spüren bekamen, sondern nur im Fernsehen verfolgt haben, ist es doch etwas Merkwürdiges, in einer Stadt Urlaub zu machen, die gerade, ein paar Bezirke weiter, die schwersten gewaltsamen Konflikte seit Jahrzehnten erlebt.

Nichtsdestotrotz hat die Reise auch viele positive Eindrücke und Erkenntnisse gebracht, nicht zuletzt, daß die britische Küche und das englische Ale längst nicht so schlecht sind wie ihr Ruf. Außerdem haben wir (einmal mehr) die Erfahrung gemacht, daß man in London wesentlich leichter für wenig Geld packende, spannende Theatererfahrungen machen kann als hierzulande. Von der Leichtigkeit, mit der dort Darsteller in allerhöchster Qualität spielen und singen, können sich viele Theater und Künstler hierzulande noch eine ganz dicke Scheibe abschneiden. Geht man in London für schlappe 20 Pfund in ein winziges Theater wie das Donmar Warehouse, erlebt man dort nicht nur gerne mal Weltstars wie Jude Law (wie zufällig in unserem Fall), sondern insgesamt eine schauspielerische Ensembleleistung, die ich selbst an führenden deutschsprachigen Häusern so noch nicht erlebt habe. Ein weiteres Beispiel: Für 50 Pfund bekommt man in London eine hervorragende Musicalkarte im ersten Rang. Hier kosten vergleichbare Plätze, erst recht am Wochenende, locker das Doppelte - warum muß man in Deutschland für (man muß es leider sagen) ein doch deutlich niedrigeres Qualitätsniveau soviel mehr bezahlen? Kein Wunder, daß die Musicalszene in unserem Land nicht gerade floriert, wenn am Ruder zum größten Teil entweder uninformierte Stadttheaterintendanten sitzen, die sich mit lieblos herunterproduziertem Musical als Pflichtübung fürs dumme Publikum nur das Haus füllen, um die nächste moderne Oper zu finanzieren, oder aber geldgierige Entertainmentgiganten, die versuchen, auch noch den letzten Tropfen pekuniärer Milch aus der Musicalkuh herauszuquetschen und nebenbei das Publikum mit überteuerten Preisen über den Tisch ziehen…

Noch ein paar kurze Kommentare zu den erlebten Stücken: "Love Never Dies", Andrew Lloyd Webbers Fortsetzung von "Phantom Of The Opera" und sicher seit Jahren eine der besten Arbeiten dieses gnadenlos unterschätzten Komponisten, der es versteht, mit seinen Melodien genau die beabsichtigte emotionale Wirkung zu erzielen, die das Libretto im jeweiligen Moment erfordert - ohne Übertreibung ein großer Musikdramatiker. Schade, daß sein neuestes Werk trotz einer dramaturgisch sehr effektiven Überarbeitung Ende August schon wieder schließen muß. Hoffentlich verschwindet diese wunderbare Musik nicht auf Dauer in der Versenkung…Dann "Road Show", das (bislang) letzte Musical von Großmeister Stephen Sondheim, ein Stück, das ich erst jetzt nach dem Live-Erlebnis richtig zu schätzen weiß. Großes, kleines Theater mit einer brillanten Besetzung - ein absoluter Geheimtip! Bleibt zu hoffen, daß dieses zwar sehr gute, im Vergleich zum restlichen Sondheim-Kanon jedoch recht brave, fast altersmilde Werk nicht das letzte aus der Feder dieses genialen Texters und Komponisten bleibt.

Und letztlich, nach vielen Jahren einmal wieder: "Les Misérables", schon ein Klassiker. Was für eine Story, was für eine Musik! Es tat gut, in einer Zeit der Spaß-Revuen, Compilation Shows und Gaga-Musicals mal wieder ein Stück mit Substanz und Anspruch zu sehen. Möge irgendwann wieder eine Zeit kommen, in der auch solche Musicals eine Chance haben, gespielt zu werden und ihr Publikum zu finden…

Zweite Solo-CD ist in Arbeit!

10 Juli 2011

Die gute Nachricht zuerst:

Meine zweite Solo-CD ist endlich in Arbeit!

Zwar hatte ich schon direkt nach Veröffentlichung von "Hinterm Spiegel" Ende 2007 mit ersten Planungen und gelegentlichen Aufnahmen für ein neues Album begonnen, aber wie das so ist: Andere Projekte, private und berufliche Veränderungen und andere äußere Umstände haben mich bisher davon abgehalten, den Plan in die Tat umzusetzen.

Das ist aber nicht unbedingt ein Nachteil; hatte ich zunächst geplant, den Nachfolger von "Hinterm Spiegel" ebenfalls als einen bunt gemischten Überblick über mein (damals) aktuelles Repertoire anzulegen, sind in der Zwischenzeit so viele neue Stücke entstanden, daß ich nun versuchen möchte, dem neuen Longplayer eine stärkere atmosphärische Geschlossenheit zu geben. Daher auch das Konzept, diesmal eine reine Klavier-Platte zu machen. Den Kern werden die relativ neuen Stücke aus den letzten Monaten geben, die teilweise noch nicht einmal live ausprobiert worden sind, umrahmt von ein paar bewusst passend zum Grundkonzept und der Stimmung des Albums ausgewählten älteren Songs.Ich habe mir gedacht, wenn ein bunter, stilistisch breitgefächerter Überblick über meine Lieder das Formatradio und die Spielstätten sowieso zu Ablehnungsschreiben mit dem Tenor "zu individuell, zu wenig kommerziell" veranlaßt, dann kann ich auch gleich die Platte machen, die ich mir vorstelle. Right?

Jedenfalls laufen die Aufnahmen im Moment nach Plan, ein Teil der Klavierparts ist bereits eingespielt, und in der letzten Juliwoche gehe ich für die Gesangsaufnahmen ins Tonstudio. Mal schauen, wie es läuft und ob wir eine Veröffentlichung noch in diesem Jahr schaffen… würde ja schon Sinn machen, da ich im Moment auch dabei bin, noch ein paar Konzerttermine für den Herbst festzuzurren…

"Gedanken"

16 April 2011

Also, dass ich in dieser Rubrik nicht öfter meine "Gedanken" niederschreibe, liegt jetzt nicht daran, daß ich mir keine Gedanken machen würde… im Gegenteil, vor lauter Gedanken machen komme ich gar nicht dazu, hier was zu schreiben… Nein, im Ernst: Ich komme einfach nicht dazu. Die letzten Wochen und Monate waren(mal wieder) sehr stressig, aber auch spannend, jetzt wird es (hoffentlich) für ein paar Wochen etwas ruhiger, bevor es dann wieder richtig losgeht.

Zuletzt stand ich die meiste Zeit für die erste CD der Musical Tenors im Studio und habe parallel dazu versucht, ein paar Weichen für zukünftige Projekte zu stellen, die bereits ins Jahr 2012 hineinreichen. Wenn alles so läuft wie geplant, werden Michael Walter und ich 2012 eine Nachfolgeproduktion für unser Kammermusical "Wo Liebe ist" herausbringen können. Sujet und Details halten wir aber noch geheim, bis wir definitiv wissen, dass es klappt. Man hat in diesem Geschäft ja schon so einiges erlebt… Übrigens: Nachdem ich mich lange gegen diese schöne neue Internet-Welt gewehrt habe, gibt es mich doch nun seit einiger Zeit doch bei Facebook. Da kann man unter Facebook.com gelegentlich meine Kommentare zu allen möglichen und unmöglichen Dingen lesen, auf "Gefällt mir" klicken oder sich mit mir anfreunden. Toll, oder?

Die Musikindustrie macht sich selbst lächerlich

03 Februar 2011

Folgende lustige Geschichte mag das illustrieren:

Vor rund einem halben Jahr gönnte ich mir, da meine gute alte Stereoanlage langsam, aber sicher den Geist aufgab, ein teures Produkt eines führenden Herstellers von Audio-Systemen (der Firmenname fängt mit B an und hat vier Buchstaben…). Von der Qualität dieser Anlage eigentlich rundum begeistert, wunderte ich mich, als ich im Laufe der Zeit feststellte, daß das Gerät manche CDs einfach nicht lesen wollte. Der Test im PC-Laufwerk ergab, daß es nicht an den Silberlingen lag, da sie dort problemlos abgespielt wurden. Ich also zum Fachhändler und das Problem geschildert. Der freundliche Kundenberater kannte das Thema bereits. Des Rätsels Lösung: Manche Plattenfirmen versehen manche CDs mit derartig schrägen Kopierschützen (ist das der korrekte Plural?!), daß selbst (oder gerade) so hochwertige Anlagen wie meine sie nicht mehr lesen können.

Ein anderes Beispiel:

Auf der jüngst veröffentlichten Blu-Ray eines aktuellen Kino-Hits mit seltsamen, blauen Männchen sei ein derart hoher Kopierschutz drauf, daß 80 Prozent (!!!) der handelsüblichen Blu-Ray-Player die Scheibe nicht erkennen.

Zurück zu meinem Problem: Meine einzige Möglichkeit, so der freundliche Verkäufer, sei, die betreffenden CDs zu kopieren (pfui!), da mein Audio-System selbstgebrannte Silberlinge mühelos lesen kann. Was macht das denn, bitte schön, für einen Sinn? Natürlich habe ich die CDs nicht kopiert, denn Brennen lehne ich aus Prinzip ab, aber nervig ist es schon, daß ich einige Alben nicht auf der teuren Anlage hören kann, sondern nur am PC.

Danke an alle illegalen Produktpiraten, die mit Raubkopien den Markt so kaputt gemacht haben. Und danke an die Plattenfirmen, die es mit ihrer völlig überzogenen, gewinngeilen Preispolitik überhaupt erst so weit kommen ließen.

Ausblick auf Vergangenes und zu Erwartendes

26 Januar 2011

Reichlich spät, aber zumindest noch im ersten Monat des Jahres reiche ich den üblichen Rück- und Ausblick auf Vergangenes und zu Erwartendes nach. 2010 war ein wichtiges Jahr für mich: Durch die Zusammenarbeit mit Sound of Music Concerts konnte ich mir nicht nur ein neues, aufregendes Tätigkeitsfeld erschließen, sondern auch generell meine musikalischen Aktivitäten nach ein, zwei ruhigeren Jahren wieder deutlich ausbauen und dafür meine journalistische Arbeit etwas zurückfahren. Ich kann es mir nun erlauben, in diesem Bereich nur noch die Aufträge anzunehmen, die mich wirklich interessieren - ein Luxus, den ich zu schätzen weiß, zumal es längst keine Selbstverständlichkeit ist, heutzutage als freischaffender Musiker leben und sich seine Arbeit völlig frei einteilen zu können. Für diese Situation sind meine Frau, die ja ebenfalls freiberufliche Pianistin ist, und ich sehr dankbar - andererseits haben wir auch seit Jahren hart für diesen Status gearbeitet.

In beruflicher Hinsicht darf der Rückblick auf 2010 also höchst positiv ausfallen, wobei noch zu erwähnen wäre, daß ich mit dem Musikmärchen "Traum oder nicht?" ein von allen Seiten ausgesprochen wohlwollend aufgenommenes Resultat meiner musikpädagogischen Arbeit vorlegen konnte und im November bei einem Kammerkonzert in der Bleckkirche mit den "Shakespeare Sonnets" und "Beyond Horizons" gleich zwei meiner Crossover-Kompositionen ihre Uraufführung erlebten.

Und was kommt 2011?

Zunächst natürlich mein neues Solokonzert zur Finissage der Ausstellung "Gedanken in Farbe" meines Vaters in der renommierten Jazz&Art-Galerie in Gelsenkirchen. Ich habe diesen Termin zum Anlass genommen, Lieder wiederzuentdecken und aufzupolieren, die bei meinen bisherigen Soloprogrammen aus verschiedenen Gründen vernachlässigt worden sind, aber auch angefangene Skizzen, Fragmente und Songbausteine fertigzustellen. Auch ein paar komplett neue Lieder habe ich nach längerer Kreativpause in den letzten Wochen geschrieben, so daß am 24. Februar insgesamt zehn nagelneue und bisher unveröffentlichte Stücke auf dem Programm stehen. Ansonsten freue ich mich auf die Fortsetzung der wunderbaren Zusammenarbeit mit Sound of Music, auf weitere Konzerte mit "meinem" Gospelchor, auf ein neues Musikmärchen, das zur Zeit entsteht und pünktlich zum Ende des Schuljahres fertig sein wird. Alles andere lassen wir mal auf uns zukommen, eins jedenfalls ist sicher: 2011 wird spannend und garantiert wieder ein arbeitsames Jahr.

Danke nochmals und immer wieder für das kontinuierliche Interesse an meiner Arbeit! Man sieht sich!

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