Ein Lied von Freiheit

Rockoper über Giuseppe Verdi

Konzept, Musik und Texte: Mario Stork

Uraufführung: 16. November 2013, Consol Theater, Gelsenkirchen

Regie: Christian Stadlhofer
Musikalische Leitung: Mario Stork

Giuseppe Verdi: Christian Stadlhofer
Giuseppina Verdi: Michaela Schober
Der Sound of Music-Chor

Piano/Gitarre: Mario Stork
Schlagzeug: Matthias Plewka
Bass: Julian Rybarski
Gitarre: Thomas Spies
Keyboards: Patrycja Stork

Inhalt

Giuseppe Verdi (1813 - 1901): Opernkomponist, Musikdramatiker, Nationalheld des nach Einheit und Freiheit strebenden Italien des 19. Jahrhunderts. Ein Künstler im Spannungsfeld zwischen großen Erfolgen und privaten Schicksalsschlägen, zwischen Verehrung durch das Publikum und den Forderungen seitens der Kritiker, des Kulturbetriebs und der geltenden Normen. Und immer größer wird der Schatten von Richard Wagner, der von seinen Anhängern schnell zu Verdis Antipoden stilisiert wird...
Eine Rockoper nicht nur über einen großen Komponisten, sondern auch über die Rolle des Künstlers in der Gesellschaft.

Songs & Musiknummern

Prolog
1813
Ein Kunstwerk für die Ewigkeit
Zu den Wurzeln
Wie soll man singen
Musik heilt
Galeerenjahre
Wagner auf der Flucht
In Paris
Revolution
Du bist mir Heimat
Viva Verdi!
Irrwege
Lasst mich schreiben
Viva Verdi Reprise
Ich bin da
In der Krise
Antipoden
Aus dem Chaos neue Welten
Finale

CD

Höhepunkte aus der Rockoper erschienen auf einer Highlights-CD bei Sound Of Music, die neben sechs Songs aus "Ein Lied von Freiheit" auch die entsprechenden Instrumentalversionen und zwei exklusive Bonustracks enthält. Hier die Titelliste:

01 - Ein Kunstwerk für die Ewigkeit
02 - Wie soll man singen
03 - Galeerenjahre
04 - Du bist mir Heimat
05 - Viva Verdi!
06 - Ich bin da
07 - Aus dem Chaos neue Welten (Bonustrack)
08 - Wo Liebe ist (Bonustrack)
09 - Ein Kunstwerk für die Ewigkeit (Playback)
10 - Wie soll man singen (Playback)
11 - Galeerenjahre (Playback)
12 - Du bist mir Heimat (Playback)
13 - Viva Verdi! (Playback)
14 - Ich bin da (Playback)

ELVF

Pressestimmen

„Erzählt wird die Geschichte, ohne verbindende Dialoge, in 19 Songs... Ein lebendes Konzept-Album sozusagen... Wenn man den Enthusiasmus in den Gesichtern des Chors sieht, spürt man, dass dieser von Stork ins Leben gerufene "Sound of Music Chor" seine Musical-Leidenschaft teilt. Die hört man auch aus den Kompositionen des bekennenden Lloyd-Webber- und Sondheim-Verehrers heraus. Wobei man sich etwas mehr Sondheim gewünscht hätte. Denn immer wenn Stork die Sänger solo mit Klavier oder Gitarre begleitet, entfalten sich seine Songs zu wunderschönen Melodien...“

Rolf-Ruediger Hamacher, musicals Heft 167, Juni 2014

„Eingerahmt wird die Handlung von der fiktiven Situation, dass Verdi Wagners Beerdigung beiwohnt. Von dort aus wird in 18 weiteren musikalischen Nummern die Geschichte erzählt. Und die Musik ist gut: rockige Nummern, die von Klavier, (E-)Gitarre, Bass, Keyboards und harten, pulsierenden Drums unter der Musikalischen Leitung von Mario Stork vorgetragen werden. Schöne Melodien, alle zumeist vielstimmig präsentiert mit gewissem Hitpotenzial. Dabei ist zu erwähnen, dass die Besetzung durchaus ungewöhnlich ist: Christian Stadlhofer, der ebenfalls Regie und Choreografie übernommen hat, spielt Giuseppe Verdi, Michaela Schober seine Frau Giuseppina. Die restlichen Rollen übernimmt ein Chor in Gänze. Die Chorsänger kommentieren, erläutern, greifen in kleinen Soli in die Handlung ein oder sind eine Art Erinnerung an Richard Wagner. Fast wirkt es, als wollte Mario Stork seinem Chor, den er seit einigen Jahren leitet, ein ganzes Musical schreiben... Der Chor macht seine Sache gesanglich sehr ordentlich und hat gerade in den Up-Tempo-Nummern viel Kraft und Spielfreude. Hinzu kommen kleine Choreografien und immer wieder neue Aufstellungen, so dass auf der großen Bühne viel los ist. Zudem kann man die Musiker bestens beobachten, die im hinteren Teil der Bühne sitzen...“

Thorsten Wulf, www.thatsmusical.de, Mai 2014

„1813 war das Geburtsjahr der zwei klassischen Komponisten Giuseppe Verdi und Richard Wagner. Mario Stork ... nahm das 100 jährige Jubiläum zum Anlass, eine Rockoper ... zu komponieren... In 19 Szenen und Songs lernt der Zuschauer den Musiker Verdi als gefeiertes Genie mit Versagensängsten, verzweifelte Privatperson mit Bindungsproblemen und politischen Kämpfer für seine italienische Heimat und gegen die Zensur seiner künstlerischen Werke kennen und dies ohne musikalische Anleihen an den Werken des Meisters selbst zu nehmen. Ganz im Gegenteil: Mario Stork ... setzt seine kleine Band ... entgegen dem klassischen Vorbild betont modern und rockig ein, um den Lebensweg Verdis im Konflikt mit seinem Konkurrenten Wagner nachzuzeichnen...
Die Uraufführung der Rockoper „Ein Lied von Freiheit“ zeigte die recht komplexen geschichtlichen und politischen Hintergründe als gespielte, konzertante Fassung ... aus der sehr persönlichen Sicht des Hauptcharakters Giuseppe Verdi. Ihn verkörpert der an der Essener Folkwang Universität ausgebildete Darsteller Christian Stadlhofer ... Nach „Die letzten 5 Jahre“ beim MurX-Festival, bei dem Stadlhofer erstmals Regie führte und gleichzeitig als Hauptdarsteller Jamie auf der Bühne stand, übernahm er auch bei dem „Lied von Freiheit“ diese beiden Aufgaben. Seiner intensiven Auseinandersetzung mit dem komplexen Charakter des klassischen Komponisten ist es zu verdanken, dass auch ohne aufwändiges Bühnenbild oder Kostüme die Rockoper schauspielerisch und emotional unterhalten kann. Der zweite Profi an seiner Seite ist die wunderbare Michaela Schober ... als verletzliche und doch kraftvolle Sopranistin Giuseppina Strepponi. Das bezaubernde Duett „Du bist mir Heimat“, in dem die beiden Hauptdarsteller noch vor ihrer Beziehung über Briefe kommunizieren und ihr gefühlvolles „Ich bin da“, das Verdi Kraft in seiner Schaffenskrise gibt, sind zweifellos zwei Glanzpunkte des Musicals...
Der dritte Hauptdarsteller des Stückes ist der gut aufgestellte „Sound Of Music-Chor“... Die zahlreichen, schwarz gekleideten Damen und Herren übernehmen in der Rockoper die Stimme des Volkes und fungieren zeitweise als Erzähler und vertreten mit roter Kopfbedeckung auch die Anhänger von Wagner, der als handelnde Person im Musical nicht auftritt. Es ist bewundernswert, wie Regisseur Stadlhofer die zwar gut singenden aber ansonsten schauspielerisch eher zurückhaltenden Chormitglieder motivieren konnte, echte Emotionen gefühlsecht zu interpretieren. Da gibt es begeisterte Gesichter, vernichtende Blicke und rührende Trauer mit echten Tränen und sogar choreografierte Einlagen, die über das bloße Heruntersingen einer Partitur weit hinausgehen. Bis auf die beiden „intimen“ Szenen der beiden Hauptdarsteller ist der Chor eigentlich permanent auf den beiden Podesten auf der Bühne präsent und trägt den Großteil der Songs mit. Im Gegensatz zu den beiden Hauptdarstellern müssen sich die Chormitglieder jedoch mehrere aufgestellte Mikrofone sowie ein Handmikro für kurze Solopassagen teilen... Trotzdem werden die Ensemblenummern „In Paris“, „Ein Kunstwerk für die Ewigkeit“ und insbesondere „Viva Verdi!“ zu spannenden Gesangsduellen mit Gänsehautfeeling.
Das Publikum der beiden ausverkauften Vorstellungen im Consol Theater in Gelsenkirchen würdigte die Leistungen aller Darsteller und den Schöpfer Mario Stork mit begeistertem Applaus. Es wird spannend zu sehen, wie sich die Rockoper ... weiterentwickeln wird... Viva Verdi!“

Stephan Drewianka, Blickpunkt Musical 1-2014/www.musical-world.de

„Die Uraufführung… geriet zum vollen Erfolg mit nicht enden wollenden Bravos… Szenenapplaus und Bravo-Rufe am Ende, ein lange klatschendes Publikum, das es nicht auf den Stühlen hielt: Kein Künstler kann sich mehr wünschen. Die Uraufführung der Rockoper „Ein Lied von Freiheit“ am Samstag war zweifelsfrei ein Kracher. Ton, Bühnenbild, Darsteller, Musik und Dramaturgie, alles aus einem Guss. Im ausverkauften Consol Theater badeten Mario Stork, Christian Stadlhofer als Giuseppe Verdi und Michaela Schober (eine zauberhafte Giuseppina), der Sound of Music-Chor und Mario Storks Band im Beifall der Zuschauer… Die Bühne wird voll genutzt, die Chormitglieder spielen verschiedene Rollen und sind auch schauspielerisch gefordert. Der Held wird gefeiert und geschunden, er strahlt und verstummt, der Berühmte genießt im mondänen Paris, unerkannt durch die Stadt bummeln zu können. Und der Fleißarbeiter Verdi kennt auch Schreibhemmungen und Imageprobleme, Trauer und Glaubenszweifel. Christian Stadlhofer verkörpert diesen Verdi ohne falschen Pathos und hat in Michaela Schober als dessen Geliebte Giuseppina eine wunderbare Bühnenpartnerin… Besonders zu Herzen geht das Stück „Du bist mir Heimat“, auch das „Ich bin da“: Verdi stürzt in die Krise und Giuseppina hält an ihm fest. Für beide Darsteller gab es völlig verdienten, kaum enden wollenden Beifall. „Ein Lied von Freiheit“ kriecht ins Ohr. So geht Oper, auch 2013. Verdi hat’s vorgemacht.“

Kerstin Halstenbach, Westdeutsche Allgemeine Zeitung/www.derwesten.de, 18. November 2013

„Mit "Ein Lied von Freiheit" setzt Autor und Komponist Mario Stork 200 Jahre nach dem Tod Verdi's ein musikalisches Denkmal. Mit Christian Stadlhofer als Giuseppe Verdi, Michaela Schober als Giuseppina Verdi, dem Sound of Music-Chor in gesanglicher und schauspielerischer Unterstützung und einer fünfköpfigen Liveband standen … 34 Künstler fast ausnahmslos zeitgleich vor ausverkauftem Haus auf der Bühne, um den Menschen Verdi, dessen Können, aber auch Gedanken über die Konkurrenz Richard Wagner zu präsentieren. Zu Beginn des Stückes ist Verdi bereits 70 Jahre alt und nimmt Abschied am Grabe Wagners. In den folgenden anderthalb Stunden durchlebt er eine Zeitreise des eigenen Lebens in Rückblenden. Von früher Kindheit, Krieg und dem Verlust seiner Frau und Kinder, über Sieg und Niederlage gegen die Werke Wagners, bis hin zur großen Liebe Giuseppina. Das Leben Verdi's - eine Achterbahn. Auf diese Reise konnte Christian Stadlhofer als Giuseppe das Publikum einbinden und war in fast jeder Szene präsent. Ausdrucksstark und stimmgewaltig hauchte er der Komposition "Verdi's Leben" ein und übernahm auch Regie und Choreographie zum Stück. Der Sound of Music Chor musste mit 20 Frauen und 7 Männern auch schauspielerisch viel leisten. Kurze, einzelne Soli oder kleinere Gruppen sorgten für Abwechslung. Michaela Schober als Giuseppina war hingegen leider nur seltener eingebunden. Die Band… sorgt für einen rockigen Sound. Auf Bühnenbild oder nennenswerte Requisiten wurde verzichtet. Vielmehr wurde voll auf Stimmkraft gesetzt. Diese wurden jedoch tontechnisch nicht gut transportiert. Maximal sechs Mikrofone konnten den 27-köpfigen Chor einfach nicht optimal verstärken… Dennoch blieben am Ende des Abends viele Melodien im Ohr, so dass das Publikum die gelungene Komposition mit großem Applaus und "Bravo"-Rufen honorierte…“

www.musicalradio.de, November 2013