Frei

Leinen los,
nichts hält mich noch hier fest,
ich geb' meiner Angst den Rest
und laß mich zieh'n.
Mauern fall'n,
sperr'n mich nicht länger ein.
Das muß wohl das Leben sein,
bebend und kühn.

Viel zu lang
hab' ich nicht mehr gebrannt, war nur kalte Glut.
Viel zu lang
versteckte ich den Drang,
den Mut.

Frei!
Die wilde Brandung schlägt ungezähmt an Land.
Frei!
Die ganze Welt liegt offen in meiner Hand.
Mit der ersten Flut folg' ich dem Fluß,
keine Garantie, es kommt, was muß,
wichtig ist, ich bin dabei
und frei.

Nein, kein Wort,
ich will nicht länger frier'n.
Ich darf mich nicht mehr verlier'n,
kalt ist die Nacht.
Was mir fehlt,
ist Wind auf dem Gesicht.
Fern am Horizont ein Licht
hält für mich Wacht.

Viel zu lang
hab' ich mich nicht gefragt, wohin ich jetzt geh'.
Viel zu lang
vermißte ich den Klang der See.

Frei!...

Frei, den Weg meiner Wahl zu gehen.
Frei, im gleißenden Licht zu stehen.
Frei, nie wieder aufzugeben.
Frei, diesen Versuch zu leben.

Frei!
Ich folg' dem Wind, der laut meinen Namen weht.
Frei!
Wer will schon seh'n, was für ihn geschrieben steht?
Wie die Brise in die Segel fällt,
lasse ich mich treiben in die Welt.
Wichtig ist, ich bin dabei
und frei.
Frei!
Endlich frei!

Text & Musik: Mario Stork © 2007 by Mario Stork