Schrecklich harte Zeiten

Im Radio, in der Zeitung und im Fernseh'n Tag für Tag
grinsen dich die Nadelstreifen an, und fast trifft dich der Schlag.
Mit welcher Dreistigkeit sie wieder einmal ihre Diäten erhöh'n,
während gleichzeitig Millionen beim Arbeitsamt Schlange steh'n.

Ökosteuer, Hundesteuer,
Tabaksteuer, ungeheuer,
was fällt ihnen sonst noch ein?
Die Klopapier- und Zahnputzsteuer?
Arbeitslosenquoten
erschrecken die Idioten.
Fremde werden abgeschoben
und Versprechen aufgehoben.
Und wer noch behauptet, der Euro habe nichts verteuert,
der ist einfach nur bescheuert.

Dies sind schrecklich harte Zeiten,
komm' mit hinaus in den Wind.
Ich will dich durch die Nacht begleiten,
bis ein neuer Tag beginnt.
Ja, dies sind schrecklich harte Zeiten.
In den Sturm, g'radeaus.
Laß uns auf Silberschwingen gleiten.
Ich werde dir den Weg bereiten.
Gib' mir deine Hand,
ich bringe dich nach Haus.

Schwarzgeld, Spesen, Bildungswesen,
Kinder sollen wieder lesen,
Kanzleramt und Transrapid,
doch kein Geld für's Gesundheitswesen.
Haushaltsdefizite,
zwielichtige Kredite.
Weg mit BaföG und mit Renten.
Pöbelei statt Argumenten.
Keiner hat hier Ahnung, doch alle haben was zu sagen.
Manchmal willst du sie erschlagen.

Dies sind schrecklich harte Zeiten...

Der eine schleimt sich bei den Wirtschaftsbossen ein,
der and're kriecht den Amis in den Hintern rein.
Dich packt die Wut, du möchtest schimpfen, möchtest schrei'n,
es kann doch hier nicht alles Lug und Täuschung sein!
Aber reg' dich nicht auf, spar' dir die Energie,
schließlich ist das hier doch eine Demokratie.
Das Volk ist immer noch der Souverän,
der das klein're Übel wählen kann.
Das soll'n sie bei den nächsten Wahlen seh'n!

(1. Hälfte Refrain instrumental)

Ja, dies sind schrecklich harte Zeiten...

Nach Haus!

Text & Musik: Mario Stork © 2003 by Mario Stork