Keine Schranken mehr

Zu lang war ich gefangen in der Konvention der Zeit.
Ich wart' nicht mehr auf die Erleuchtung, denn die liegt noch weit.
Erzählt mir jetzt ein Gernegroß den Himmel und den Mond,
dann frag' ich mich, wie lang ihn noch die Wirklichkeit verschont.

Ich greife nicht mehr blind nach Utopien,
ich bin aus der Trance erwacht.
Ich verwerfe alles, was mir bisher wichtig schien,
und ich stürze mich hinaus in die Nacht:

Heute fang' ich neu an und ich dulde keine Schranken mehr.
Sagt ihr mir, was ist richtig oder falsch,
dann stelle ich auf Durchzug, höre nicht drauf.
Heute leb' ich mein Leben und sehe keine Schranken mehr,
und wenn ihr mich halten wollt,
greif' ich nach den Sternen und lauf'.

Wer sich dem Leben anpaßt, ist ein Sadomasochist.
Du kannst dich nicht befreien, weil du längst versteinert bist.
Verlaß dich nie auf andere, sie denken nur an sich.
Wenn du dein Leben leben willst, denk' endlich mal an dich.

Ich red' mir nicht mehr selbst die Ohren voll,
endlich schreite ich zur Tat.
Sagt mir nicht mehr, was ich tun und was ich lassen soll,
denn ich geb' nichts mehr auf weltfremden Rat!

Heute fang' ich neu an und ich dulde keine Schranken mehr...

Ich lebe endlich, denn jetzt bin ich frei.
Ich pfeif' auf die Regeln und hab' Spaß dabei.
Mich zu halten ist vergebliche Liebesmüh',
ich spring' ins Ungewisse, jetzt oder nie!

Heute fang' ich neu an und ich dulde keine Schranken mehr...

Keine Schranken mehr!

Text & Musik: Mario Stork © 1999 by Mario Stork