Es sieht nach Regen aus

Vor die Tür gewagt,
mitten ins Gewitter.
Tropfen schmecken bitter.
Stimme versagt,
mitangeklagt.

In den Sturm gestellt,
Welle ohne Warnung,
Rückzug ohne Tarnung.
Chancen verprellt,
Not für die Welt.

Kommt die Flut schon im Morgengrau'n?
Können wir uns'ren Sorgen trau'n?
Wer läßt die Tische noch draußen steh'n?
Wer macht die Lichter aus, wenn wir geh'n?

Es sieht nach Regen aus.
Die Sonne traut sich nicht mehr raus.
Novemberwind heult schräg um's Haus.
Es sieht nach Regen aus.
Es sieht nach Regen aus.
Der Himmel zieht die Wolken kraus.
Das letzte Licht nimmt auch Reißaus.
Es sieht nach Regen aus.

In den Dreck gesetzt,
Brandgefühl im Magen.
Schwarze Bilder klagen.
Vorsicht zerfetzt,
Gleichklang verletzt.

Wird wohl morgen noch Wetter sein?
Beißt der Sturm letzte Blätter klein?
Ich schließe hastig die Eingangstür,
such' Schutz in Wänden aus Glanzpapier.

Es sieht nach Regen aus…

Wieder aufgewacht,
Träume waren kryptisch,
schwer apokalyptisch.
Ausgang der Nacht,
neu nachgedacht.

Es sieht nach Regen aus.

Text & Musik: Mario Stork © 2007 by Mario Stork