Du hast mich nicht verdient

Sitz da nicht so dämlich rum, nur weil ich geh.
Deine bloße Existenz tut mir schon weh.
Hast mich viel zu lange eingelocht,
hast mich abgezockt und weichgekocht,
darum sag ich jetzt zum Abschied laut Ade.

Du bist dumm wie ein Stück Brot mit Schimmel drauf,
darum mach bitte den Mund nie wieder auf.
Auch zum Kochen bist du nicht gemacht,
wer hat sich dich denn bloß ausgedacht?
Ich verlass' dich lieber schnell im Dauerlauf.

Wie hab' ich dich so lang, so lang ertragen,
ganz ohne dich zu würgen und zu schlagen? Du brauchst jetzt gar nicht schamhaft zu erröten, nur du hast die Lizenz zum Nerventöten.

Du bist so häßlich, so gräßlich,
schwer vergeßlich, stets unpäßlich,
du bist ekelhaft, ich kann dich nicht mehr seh'n.
Du bist widerlich, liderlich,
greifst du an, dann trifft es wieder mich.
Warum es dich gibt, werd ich wohl nie versteh'n.
Ja, ich weiß, du hast tagelang geweint, geheult, gegrient,
doch so jemanden wie mich hast du einfach nicht verdient.
Nein, du hast mich nicht verdient.

Als wir uns begegneten im Kerzenschein
muß ich wohl schon reichlich blau gewesen sein.
Ich hab wohl schon nicht mehr klar geseh'n,
konnte nicht mehr wirklich g'radesteh'n.
Darum fiel ich wohl auch prompt auf dich herein.

Gegen dich ist jede Hölle nur ein Spaß.
Statt bei dir zu bleiben, biss' ich gern ins Gras.
Kein Sekündchen bleib' ich länger hier,
sei so gut und dreh dich weg von mir.
Selbst dein Spiegel wünscht sich nur noch blindes Glas.

Du bist so häßlich…

Ich fühle meine Freiheit endlich brennen.
Wer je das Pech gehabt hat, dich zu kennen,
der wird versteh'n, wie gut ich mich jetzt fühle,
denn Gründe, dich zu hassen, gibt es viele.

Du bist so häßlich…

Du hast mich einfach nicht verdient!

Text & Musik: Mario Stork © 2007 by Mario Stork