11. September 2001

Rauch versteckt mit schwarzer Hand den Himmel.
Ein Ascheregen fällt wie ein Grabtuch auf diese Stadt.
Ein höhnisch grinsendes Loch klafft tief
dort, wo sich das Flugzeug in das Haus gefressen hat.
Blutende Menschen drängeln ans Licht,
suchen nach dem Weg, Todesschrecken im Gesicht.
Ein Alptraum wird wahr, läßt Gebete stumm verhall'n,
als die Türme zu Staub zerfall'n.

Menschen stolpern über Trümmerberge.
Die Straßen unter dem schwarzen Schleier ein Schattenland.
Minütlich stirbt eine Hoffnung mehr.
Fremde reichen sich in Schock und Trauer ihre Hand.
Weinende Waisen, grausam allein.
Plötzlich scheint die Welt kleiner als zuvor zu sein.
Im Fernseh'n die Bilder sind Zeugnis einer Welt,
die durch Kälte und Haß zerfällt.

Wir war'n so stolz, fühlten uns sicher, stark und frei.
An dem Septembertag brach der schöne Traum entzwei.
Der religiöse Fanatismus sammelt seine Herden.
Nichts wird mehr so wie früher werden.
Kein Geld, kein Staat und keine Macht kann sich da wehr'n,
wenn Wahnsinnige morden, um den Frieden zu zerstör'n.
Wenn hinter dem Symbol der Freiheit Höllenfeuer beben,
vergißt die Welt, zu leben.

Die Kriegstreiber, sie wittern die Chance, sich zu bewähr'n
und den letzten Traum vom Frieden mit Bomben zu zerstör'n.
Gott wird für Gewalt und Rache zum Argument
einer Menschheit, die in ihr Verderben rennt.

Wir sind so stolz, fühl'n uns so sicher, stark und frei.
Mit jedem Todesschuß bricht der Traum noch mehr entzwei.
Es gibt kein Gut und Böse, niemand hat das Recht gepachtet.
Die Menschlichkeit wird nur verachtet.
Kein Geld, kein Gott und keine Macht legitimier'n,
daß Menschen für ihr Vaterland die eig'ne Haut riskier'n.
Wenn nur noch Waffen sprechen, wird noch größ'rer Haß geboren.
Die Welt hat sich verloren.

Text & Musik: Mario Stork © 2003 by Mario Stork.